survival-messer-fällkniven-f1

Survival-Messer Fällkniven F1

Ein gutes Survival-Messer wie das Fällkniven F1 dabei zu haben, ist so wichtig, weil es viele lebensnotwendige Arbeiten ermöglicht oder bedeutend erleichtert. Ich will nicht sagen, dass man ein Messer nicht ersetzen oder in einer Survival-Situation sogar selber „bauen“ kann. (Wenn man einem Stein in immer feineren Bruchstücken die Kante abschlägt, erhält man einen Faustkeil, mit dem man Schneiden, Hacken, Schaben, Schlagen und auch Werfen kann. Frühere Bogen- oder Speerspitzen aus Stein waren fast rasiermesserscharf! In diesem Buch wird das genauestens beschrieben.) Wirklich realistisch oder praktikabel ist das jedoch nicht. Schließlich müssen wir uns draußen vielleicht um Unterschlupf, Wasser und Nahrung kümmern, da können wir uns nicht schnell irgendwelche neuen Techniken beibringen und Werkzeuge herstellen.

Survival-Messer beim Waldspaziergang?

Kommen wir also zurück zum Survival-Messer. Natürlich muss man bei einem kleinen Waldspaziergang mit den Kindern oder mit dem Hund keine Machete dabei haben. Aber selbst dann empfehle ich, neben einer anständigen Trinkflasche und einem Feuerstahl, immer wenigstens ein gutes Klappmesser oder wenigstens ein Schweizer Taschenmesser einstecken zu haben. Schweizer Taschenmesser wird jeder kennen und sein Lieblingsstück bereits ausgewählt haben. Was Klappmesser angeht ist die Lage nicht so einfach. Es gibt zahlreiche Hersteller mit zig Modellen und Klappmechanismen. Daneben muss man auch noch die rechtliche Lage beachten, die recht komplex ist. So darf man kein Klappmesser mit sich führen, welches sich mit einer Hand öffnen lässt. Was das genau bedeutet und was man beachten muss, werde ich in einem folgenden Post mit Euch durcharbeiten. Vorerst kann ich Euch das Buck 110 Folding Hunter empfehlen. Es ist eines der ersten zuverlässigen Klappmesser gewesen und hat sich seitdem nicht ohne Grund zu einem Klassiker entwickelt. Es ist leicht, scharf und legal! Ihr kennt das wunderschöne Design mit den Holzgriffen vielleicht durch die billigen Kopien, die es auf Jahrmärkten für 5 Euro gibt. Nun, dieses hier ist das Original und man kann damit durch die Hölle gehen. Nicht umsonst bietet der Hersteller in den USA eine lebenslange Garantie an. Ich werde dem Buck in einem eigenen Post gebührende Ehre erweisen.
Ein richtiges Messer ist aber auch das Buck nicht. Denn ein richtig gutes Bushcraft- bzw. Survival-Messer muss einige wichtige Kriterien erfüllen. Das Messer, das ich zu 100% vertraue und bei jeder Gelegenheit draußen dabeihabe ist daher das Fällkniven F1. Dieses Messer ist zu einem meiner liebsten Ausrüstungsgegenstände geworden, weil es makellos in Hinsicht auf Design und Qualität ist. Allerdings kostet es deutlich über 100 Euro und ich habe deshalb lange mit dem Kauf gezögert. Damit euch das nicht passiert, stelle ich das Survival-Messer nun ausführlich vor. Jedenfalls erfüllt es folgende drei wichtigsten Kriterien, auf die Du unbedingt achten musst:

  1. Es muss eine durchgehende Klinge haben. D.h. dass sich der Stahl durch die gesamte Länge des Griffes bis zu dessen Ende zieht. Oft erkennt man das daran, dass ein Stück am Ende des Griffes sichtbar ist. Bei billigeren Messern geht der Stahl nur ein Drittel oder bis zur Hälfte in den Griff hinein. Das ist so wichtig, weil es natürlich zum einen mehr Stabilität verleiht und zum anderen im Notfall auch ohne Griff benutzt werden kann. Wenn der Griff zersplittert oder bricht, kann man das hervorgetretene Griffstück des Stahl mit einem Tuch oder Kleidungsstück oder Seil umwickeln und weiter benutzen. Bei einer kürzeren Länge ist dies nicht mehr möglich. Das Survival-Messer wird also wertlos, und das wollen wir unbedingt vermeiden.
  2. Der Griff muss aus einem angenehmen und rutschfesten Material sein, welches den Stahl komplett umschließt und eventuell nur am Ende ein Stück rausschauen lässt. Andernfalls können sich bei einem „Sandwich“-Design fiese Blasen entwickeln, wenn man viel mit dem Messer arbeiten muss. Griffe aus einem Stück Holz, Horn oder Kunststoff sind optimal. Von hohlen Griffen, die ein Survival-Kit enthalten und einen Kompass am Ende sitzen haben, rate ich dringend ab. Ein hohler Griff kann zu leicht brechen und wenn man das Messer verlieren sollte, ist auch das Survival-Kit weg. Der Kompass ist nach anspruchsvoller Holzbearbeitung höchstwahrscheinlich auch nicht mehr zu gebrauchen.
  3. Eine stabile und feste Scheide mit einer Schlaufe für den Gürtel. Am besten eignen sich hierfür Kunststoffe wie Zytel oder gut verarbeitetes, dickes Leder. Ohne Scheide kann man ein Survival-Messer nicht ohne Gefahr mit sich führen. Und schlimmer als ein Messer das zuhause liegt ist nur ein Messer, das man verliert und nicht wiederfindet. Deshalb muss die Scheide das Messer sicher aufnehmen und fest umschließen. Dennoch sollte nach jedem Klettermanöver etc. gecheckt werden, ob das Messer noch in der Scheide sitzt. Es ist einfach zu wichtig.

Einsatzgebiete des Survival-Messer von Fällkniven

Mit diesen Eigenschaften ist man schon auf der sicheren Seite. Wenn man diese Faktoren in seine Kaufentscheidung miteinbezieht sollte das Produkt allen Aufgaben gewachsen sein. Die Einsatzgebiete eines Messers in der Wildnis sind sehr vielfältig, weil eine Reihe von Werkzeugen ersetzt werden muss. So dient das Survival-Messer natürlich primär zum Schneiden und sollte eine gute Schärfe haben, bzw. gut zu schärfen sein. Die Anfangsschärfe ist gar nicht so wichtig, denn es ist unerlässlich, dass man sich das richtige Messerschärfen bei Zeiten beibringt. Das ist viel einfacher als man glaubt und einfach in regelmäßigen Abständen
unerlässlich. Ein gutes Survival-Messer muss alle organischen Materialen zerteilen können; Wie etwa Pflanzen, Rinde, Fleisch, Haut, Leder und Sehnen. Aber auch Deine Bekleidung, Dein Rucksack sowie die Sohlen Deiner Trekkingschuhe müssen in der Not evtl. daran glauben. Daneben muss es mit der richtigen Technik auch dickere Äste und Stämme durchhacken sowie auch kleinere Bäume fällen können. Hierfür setzt man das Batoning ein: Dabei wird das Messer an den Stamm gelegt und mit einem dicken Stück Ast durch Schläge auf den Klingenrücken in das Holz getrieben. Man kann Stämme auch der Länge nach Spalten, indem man an mehreren Stellen das Messer hineintreibt und dann mit vorher geschnitzten Keilen versieht, Nun kann man diese Keile hineintreiben und das Holz spalten. Wir sehen, das Survival-Messer ersetzt also bereits Axt und Säge. Mit dem Ende des Griffs kann man nun Nüsse knacken, Scheiben einschlagen, Nägel und Keile reintreiben und als Schlagwaffe benutzen. Hier übernimmt es die Aufgaben eines Hammers. Zu guter sollte man feine Späne genauso wie gröbere Stücke ohne Probleme schnitzen können. Diese werden auch zum Feuer machen benutzt, wobei wir unser Survival-Messer wieder zum Funkenschlagen benötigen (den Klingenrücken).

Acht Jahre Entwicklung stecken in diesem Survival-Messer

Alle diese Aufgaben meistert das Fällkniven F1 mit Bravour und ohne mit der Wimper zu zucken. Der Thermorun-Griff liegt sehr angenehm in der Hand und ist durch die spezielle Riffelung auch bei Nässe absolut rutschfest. Außerdem läßt es sich super einfach reinigen und trocknen. Die Klinge ist 9,7 cm lang und am Rücken über 4 mm breit und darf somit nach dem deutschen Waffengesetz ohne Probleme mitgeführt werden. (Bei Flügen sollte es jedoch nicht im Handgepäck mitgeführt, sondern im Wanderrucksack oder im Koffer verstaut und aufgegeben werden.) Die Klinge besteht aus einem laminierten VC10-Stahl und hat einen Härtegrad von 59HCR und ist ballig geschliffen.  Diese Eigenschaften bieten einen perfekten Kompromiss zwischen Verschleißfestigkeit und Schärfbarkeit. D.h. dass Dein Survival-Messer einfach zu schärfen ist und die Schärfe auch möglichst lange beibehält. Ein guter Schärfstein für den Anfang ist der DC4 Kombischleifstein von Fällkniven. Er ist recht klein und handlich und lässt sich auch problemlos für Unterwegs mitnehmen.

Angeblich hat die Entwicklung dieses Messers acht Jahre in Anspruch genommen. Alles in allem bekommst Du mit dem Fällkniven F1 also sehr viel Leistung für einen Preis von deutlich unter 150 Euro. Ich muss gestehen, dass mir eine vollkommen neutrale Bewertung nicht möglich ist. Vielleicht kennst Du das Gefühl, wenn Dir manche Sachen ans Herz wachsen, weil sie Dich nie im Stich lassen. So ist das mit mir und diesem Survival-Messer. Wenn Du nun Interesse an diesem Messer bekommen hast, dann empfehle ich Dir das  Fällkniven F1 hier auf Amazon einmal anzuschauen und die Bewertungen zu analysieren. Bleib gesund, bis bald!

P.S. Falls Du Dich erst einmal umschauen möchtest, kannst Du auch hier die aktuell beliebtesten Messer-Bestseller bei Amazon aufrufen und in aller Ruhe miteinander vergleichen. Diese Liste ist der perfekte Startpunkt für Deine Produktrecherche!

 

Weitere interessante Links:
VG-10 Stahl
Unterschiede bei Messerstählen
Ballenschliff

Lederscheide selber herstellen
Messer schleifen – Von Leonhard Ullrich
Ray Mears – How to sharpen a knife at camp – YouTube-Video

Ich freue mich auf Deinen Kommentar.